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Endbericht

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Drei Jahre gemeinsamer Arbeit werden in diesem Bericht auf 20 Seiten mit ihren Highlights zusammengefasst.
FHplus
KOMPETENZNETZWERK
MEDIENGESTALTUNG
2004–2006

Projektleitung
Dr. Roland Alton-Scheidl, Fachhochschule VORARLBERG
Mag. Edith Huber, Fachhochschule St. PÖLTEN


Abschlussbericht




Zusammenfassung


Die Kreativwirtschaft ist heute ein wichtiger Standortfaktor und Fachhochschulen sehen sich als ihr Partner.  Einschlägige Studiengänge, welche die Gestaltung medialer Information, Kommunikation und Interaktion vermitteln, bildeten mit Institutionen und Firmen aus diesem Sektor ein Kompetenznetzwerk.

Die Fachhochschule Vorarlberg hat gemeinsam mit der FH St. Pölten im FHplus Programm eine Ausschreibung gewonnen, wodurch das Netzwerk mit einem dutzend Partnern seit dem Herbst 2003 für drei Jahre gefördert werden konnte.
Schwerpunkt bildete in allen Arbeitspaketen die Untersuchung jener Schnitt-stellen, Reibungsflächen und Problembereiche,  die bei parallelem Einsatz von online und offline Medien entstehen.  Ziel war auch die Stärkung der Theoriebil-dung in einem Feld, das bisher von experimenteller Arbeit sowie Best Practices geleitet ist.

In vier Aktivitätsbereichen wurden Konzepte, Projekte und Services entwickelt und Ergebnisse in eigenständigen, hochwertigen Publikationen und in weiteren Netzwerken kommuniziert. Ergebnisse fanden in Lehre ihre Anwendung und teilweise wurden nachhaltige Strukturen geschaffen, etwa beim Aufbau und der Vernetzung von Campus-Radios oder dem Betrieb des Registered Commons Service. Eine Auszeichnung bei der Ars Electronica für Creative Commons, beim Multimedia Staatspreis für Radio x-stream und eine Nominierung beim Stock-holm Challenge Award für StreamOnTheFly sind Ergebnisse des Engagements der Partner.

Nachhaltige Strukturen zur Etablierung von Forschung an Fachhochschulen im Umfeld der Mediengestaltung konnten mit dem Kompetenznetzwerk nicht auf-gebaut werden. Was jedoch geblieben ist sind wertvolle Kontakte zwischen Lehr- und Forschungspersonal, Medienexperten und Dienstleistern, um künftig für weitere Projekte, sowohl theoretischer als auch praktischer Natur, Finanzie-rungen zu akquirieren.

Zusätzlich zum Abschlussbericht für die FFG entstand eine 192-seitige Doku-mentation der Ergebnisse, welche zur ersten Forschungskonferenz der Fach-hochschulen in Salzburg im April 2007 vorgestellt wird.

Executive Summary


The Creative Industries are in the focus of economists due to a high potential of growth. They form an important factor for regional or urban development, whereas Universities of Applied Sciences behave as strategic partners.

The Austrian Universities of Applied Sciences of Vorarlberg and St. Pölten have launched a Competence Network of Media Design in fall 2003, together with other universities and partners from the creative culture and creative industries sector.

The objective of the project, which lasted until the end of 2006, was to investi-gate interfaces of parallel usages of online and offline media and related prob-lems and solutions. One specific goal was to support theory building in an area dominated by manual and experimental approaches and lead by best practices.

Concepts, studies, projects and services have been developed in four activity fields. Results have been communicated in high-value publications and through related networks. Teaching was enhanced with new didactical methods, services such as RegisteredCommons.org could be established in a public-private-partnership. We have received honors and prizes for Campus radios, archiving software and copyright clearing with Creative Commons.

Though we could not establish sustainable research infrastructure at the invol-ved universities, we have gained a number of very valuable contacts for further research collaboration.

The results of the Competence Network for Media Design have been summari-sed in a book „Kompetenznetzwerk Mediengestaltung 2004-2006“, which is being presented in April 2007 in Salzburg.


 Inhaltlich-fachliche Beschreibung


Die ursprünglich neun Arbeitspakete wurden in einer 2004 durchgeführten Revi-sion auf vier Aktivitätsbereiche verdichtet:

  Aktivität   Media Outlets
    Die Schaffung neuer Präsentationsflächen für Inhalte aus dem Bereich Me-diengestaltung war ein gemeinsames Anliegen der Partner im Netzwerk. Dazu gehörte nicht nur die Web-Plattform media.coop, sondern auch neue Präsenta-tionsformate sowie der Austausch von Campus-Radio und TV Inhalten.

  Aktivität   Content Clearing
    In der Mediengestaltung gibt es unterschiedliche Kulturen, wie Rechte ge-handhabt werden. Wir betrachteten speziell jene Formen, welche den Austausch von Inhalten begünstigen und entwickelten Modelle und einen Service, welcher die Rechtssicherheit erhöht.

  Aktivität   Content Aggregation
    Bei der Sammlung und Verdichtung von Wissen und know-how im Bereich der Mediengestaltung betrachteten wir genauer die theoretischen Ansätze dazu reflektierten Methoden der Wissenschaftskommunikation und vernetzten Aktivitäten im e-Learning Umfeld.

  Aktivität   Networking
    Ein Kompetenznetzwerk lebt vom Austausch mit seinen Partnern, die wieder-um eigene Kontakte zu anderen Netzwerken einbringen. Diese sinnvoll zu ver-binden und Synergien zu schöpfen, war die Herausforderung dieser Aktivität.  Hierbei wurden auch neue Darstellungs- & Vermarktungsmöglichkeiten konzi-piert, welche teilweise in ein bereits bestehendes Leistungsnetzwerk übergeführt werden konnte.

Ein nicht zu unterschätzender Aufwand war die administrative Begleitung des Kompetenznetzwerkes und das halbjährliche Berichtswesen, zu dem jeder ein-zelne Partner einen Beitrag leisten musste, da dessen Abnahme Grundlage für die Fortzahlung der Förderraten war.


Kernziel des Kompetenznetzwerkes Mediengestaltung war die Ausformung von Partnerschaften zwischen Fachhochschulstudiengängen, die sich mit dem Pro-zess der Mediengestaltung auseinandersetzen, sowie die gemeinsame Umset-zung von Projekten mit Partner aus Kultur und Privatwirtschaft. Gestaltung von Online- und Offline-Medien sowie von kombinierten Formen. Die damit verbun-denen Fragestellungen umfassten keineswegs nur technische oder optische As-pekte der Umsetzung. Hier ging es um Motivations- und Situationsanalysen, Zielgruppenbestimmung, Erhebung der Nutzerbedürfnisse, Spezifikation, Ges-taltung, Umsetzung, Testen, Präsentation, Übergabe und Nachbetreuung.

Das Projektteam stand über die Projektzeit in intensivem virtuellen Kontakt mit-einander. Zwei mal jährlich stattfindende Konsortialtreffen und verschiedene Ar-beitstreffen für einzelne Arbeitspakete sorgten für die notwendigen menschli-chen Begegnungen, ohne die ein solches Projekt nicht funktionieren kann.

Die Grösse des Konsortiums mit Partnern, welche keine oder wenig Erfahrung mit der Abwicklung von F&E Projekten hatten, stellten anfänglich eine große Herausforderungen dar. Die Verdichtung der Inhalte war jedoch der Schlüssel, um das Projekt in Fahrt zu bringen. Letztlich ist die Umsetzung der Projektziele in allen Aktivitätsbereichen mit teilweise markanten Ergebnissen gelungen.

Die meisten der geplanten Projektziele wurden entweder entlang des Zeitplans erreicht oder wurden mit zeitlichen Abweichungen entlang neuer inhaltlicher Be-schreibungen umgesetzt. Kleinere Abweichungen vom, oder Verschiebungen innerhalb des Zeitplans, kamen, wie in den meisten Projekten mit einer Laufzeit von mehreren Jahren in einzelnen Punkten vor, beeinflussten den Gesamtplan aber in keiner bedeutsamen Weise.

Die inhaltliche Neuausrichtung der Arbeitsschwerpunkte, weg von den neun Ar-beitspaketen, hin zu den vier Kernbereichen Media Outlets, Content Clearing, Content Aggregation, sowie Networking nach dem ersten Projektjahr ermög-lichte dem Kompetenznetzwerk Mediengestaltung eine Neuorientierung und Klarheit schaffende Verhältnisse. Dies erlaubte es den Projektpartnern fokussiert und zielorientiert sich den Aufgaben im Kompetenznetzwerk Mediengestaltung zu widmen.

Die Zusammenarbeit der Partner des Kompetenznetzwerks Mediengestaltung fand über eine inhaltliche Vertiefung der Partner auf Arbeitspaket-Basis statt. Die Kooperationsfähigkeit und –intensität der beteiligten Fachhochschulen konnte durch das FHplus Vorhaben erheblich verbessert werden. Da auch die Nachfrage und Kooperationsbereitschaft aus der Wirtschaft gegeben war, konnte die anfängliche Partnerfluktuation zur Gänze nachbesetzt werden.

Neben dem persönlichen Austausch in Form von Konsortialtreffen und Workshops wurde für das Projekt eine Austauschplattform eingerichtet (WP 3), die über Verknüpfung der Inhalte und Referenzierung der Benutzer untereinan-der für den Austausch im Netzwerk (WP 1) und den Wissenstransfer (WP 8) sorgte, wobei diese Inhalte aus der Theoriebildung im Bereich der Medienges-taltung (WP 2), aus dem eLearning (WP 5) und teilweise auch aus der Eventges-taltung bzw. aus dem Marketing für das Projekt (WP 6) beinhalteten.
In die Plattform wurden auch Audio- und Videostreaming-Inhalte von Campus Radio und -TV (WP 4) eingebunden. Im Arbeitspaket F&E Clearing (WP 7) wurden Projekte mit Dritten innerhalb sowie außerhalb des Netzwerkes abgewickelt. Zusätzlich beschäftigte sich das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung mit Content Clearing (WP 7), da sich die Klärung der rechtlichen Situation für digi-tale Inhalte als systemkritisch für das gesamte Netzwerk herausgestellt hatte und somit diesem Arbeitsbereich besondere Aufmerksamkeit zu widmen war.

Zu den wichtigen und besonders forcierten Tätigkeiten im Kompetenznetzwerk Mediengestaltung, vor allem im 2. und 3. Projektjahr, zählte die Förderung des Austausches unter den Projektpartnern selbst, da im Jahresrückblick 2004 evi-dent wurde, dass relevante Leistungen v. a. in den Partnerorganisationen selbst stattgefunden haben. Wurden 2004 beachtliche Einzelleistungen der Partner er-bracht, konnte die Vernetzung 2005 v. a. auf der Ebene der CampusTVs und Radios intensiviert werden, was auf dem ARS Electronica Festival 2005 mit der ersten gemeinsamen Sendungsproduktion von Radio Achwelle (FH Vorarlberg) und Campusradio 94.4 (FH St. Pölten) besonderen Ausdruck fand.

Das jährliche Meeting auf der ARS Electronica zählte überhaupt zu den wichti-gen Ereignissen im Kompetenznetzwerk Mediengestaltung, da die ARS Treff-punkt ist für die Avantgarde innovativer Entwicklungen im Bereich der Medien-gestaltung und somit einer der wichtigsten Termine in Österreich, um das Kom-petenznetzwerk Mediengestaltung in Fachkreisen zu präsentieren. Mit der Ver-leihung des Prix ARS Electronica in der Kategorie Net Vision für Creative Com-mons konnte das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung bereits im Jahr 2004 mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, weil es die Übertragung der Lizenzen in österreichisches Recht zu diesem Anlass präsentierte. Creative Commons stellte auch die Grundlage für das projektinterne Rechtemanagement dar.

Zur Relevanz und Angemessenheit des Projekts (Positionierung am Markt, inhal-tich fachliche Relevanz) ist zu sagen, dass durch die Erweiterung des Netzwerkes und Abwicklung von Projekten für Dritte die richtige Positionierung des Kom-petenznetzwerkes im Kreativwirtschaftssektor aufgezeigt werden konnte. Dies wurde zum Projektende durch die Wahl des Projektleiters Roland Alton-Scheidl in den Vorsitz der ARGE creativ wirtschaft austria (eine Aktivität der Stabsstelle der Wirtschaftspolitik Wirtschaftskammer Österreich) eindrücklich bestätigt.

Auch konnten in verschiedenen Bereichen Qualitäts- und Innovationssprünge erreicht werden. Die fachliche Vertiefung im Bereich CampusTV und Campus-Radio wurde an allen beteiligten Fachhochschulen erheblich verbessert. Ein weiterer Innovationsvorsprung wurde durch Fachvorträge und Austausch mit den Partnern erreicht, sowie technische Fortschritte durch Invesititionen bei Multicast und Archivierungsplattformen.

Anwendungsbezogenheit konnte somit eine wirksame Steigerung der Kompe-tenzen an den Fachhochschulen durch Ausbau des wissenschaftlichen Personals und Investitionen im Medientechnikbereich erreicht werden. Dadurch kam es zu einer  Steigerung des Marktwerts und der Konkurrenzfähigkeit der österreichi-schen Fachhochschulen im europäischen Forschungsraum.

Beitrag des Vorhabens zu den Programmzielen

Relevanz und Angemessenheit
Der Stellenwert und die Aufmerksamkeit für F&E hat sich generell an allen beteiligten FHs erhöht. Vielerorts wurde im Zuge der Umstellung auf das Bakkalau-reats- und Mastersystem auch eine F&E Strategie mitentwickelt. Auf alle Fälle war das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung wertvoll um Synergien zu schaffen und Mehrgleisigkeiten zu vermeiden.

Fachhochschule Vorarlberg
Vor dem Start des Kompetenznetzwerkes Mediengestaltung gab es im Bereich Mediengestaltung bereits Forschungsaktivitäten zu den Themen Usability sowie eLearning. Strukturierte Forschung konnte mit dem Kompetenznetzwerk Me-diengestaltung für die Entwicklung und Distribution von TV- und Radioformaten und Rechtemanagement  angestoßen werden. Diese fanden zwar teilweise Ein-gang in die Lehre, führten jedoch nicht zu einer Verankerung im F&E Budget.  Dies hängt mit der F&E Strategie der Fachhochschule Vorarlberg zusammen, welche 2003 eingeführt worden war. Demnach werden in drei Forschungszent-ren mehrjährige Programme erstellt und budgetiert. Forschungsgruppen und Kompetenznetzwerke sind nur für jenen Zeitraum aktiv, solange es eine entspre-chende Projektförderung von Dritten gibt. Mit dem Auslaufen des Kompetenz-netzwerkes Mediengestaltung verliert dieses auch das zusätzliche F&E Personal.  Mit der Nominierung des Projektleiters in die ARGE creativ wirtschaft der Wir-schaftskammer Österreich bekennt sich die Fachhochschule Vorarlberg jedoch zu einem weiteren Engagement in diesem Sektor.

Fachhochschule St. Pölten
Der Stellenwert von und die Aufmerksamkeit für F&E hat sich an der Fachhoch-schule St. Pölten in den 3 Jahren der Laufzeit des Projektes sehr erhöht. Die Fachhochschule St. Pölten verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes Wachstum, damit wurde auch das F&E-Referat signifikant ausgebaut.

Die F&E - Projekte haben in dieser Zeit an der Fachhochschule St. Pölten gene-rell stark zugenommen, das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung war damit auch beispielgebend für andere Projekte. Gleichzeitig wurde die F&E-Strategie für die Fachhochschule St. Pölten wesentlich weiterentwickelt, um studiengang-sübergreifende Projekte effizient behandeln zu können.

Im Zuge der FH-Budgetplanung wird die Budgetplanung für F&E-Mittel in Ver-bindung mit Personal-, Raum- und Arbeitsplatzplanung jährlich durchgeführt.

Die Kontakte zu den Kooperationspartnern ergaben partiell auch längerfristige Partnerschaften und Zusammenarbeiten in anderen Projekten.

Fachhochschule Salzburg
Durch verschiedene Präsentationen an der FH Salzburg (z.B. durch die Beteiligung an einem Forschungstag mit Ausstellung) konnten die F&E-Leistungen des Studienganges MultiMediaArt studiengangsübergreifend und fachhochschulübergreifend kommuniziert werden, was zu einer erhöhten Aufmerksamkeit unter Lehrenden, Studierenden und der Wirtschaft führte. Die Präsentationen im Museumsquartier (ausgestellte Arbeiten und die Live-Übertragung des Basics-Symposiums dating2.1), im MAK (im Rahmen der microstories-Ausstellung) sowie die Publikation „Reduktion | Interaktion | Bewegtbild“ führten zu einer erhöhten medialen Präsenz und äußerst positiver Resonanz aus Fachkreisen. Die Forschungspublikation, die Aspekte der gestalterischen Grundlagenausbildung im Kontext von Multimedialität behandelt, wurde beispielsweise in der Page - eines der bedeutendsten Magazine in der Mediengestaltung - als "innovatives Lehrbuch ..." (Page 03/07) vorgestellt. Als Beitrag zur Theoriebildung konzipiert, analysiert die Publikation historische und aktuelle didaktische Konzepte der Mediendesignausbildung, schlägt darauf aufbauend ein Lehrkonzept sowie relevante Inhalte in Theorie und Praxis vor. Themen der Bildlichen Reduktion, der Interaktion und der bewegten Grafik stellen dabei einen Schwerpunkt dar. Außerdem wurden die Diskurse dreier Basics-Symposien, die seit 2004 vom Studiengang MultiMediaArt an der FH Salzburg durchgeführt wurden, zur Publikation „dating.21 - Liebesorganisation und Verabredungskulturen“ zusammengefasst. Die Symposien vereinten Vorträge und Diskussionen zu Mediengestaltung, Medienkunst, Medientheorie und Medienkultur. Weitere Beiträge zum Arbeitspaket "Media Outlets" waren eine Best-Practice Analyse für Knowledge-Management-Systeme und darauf aufbauend ein Detailkonzept inklusive Businessplan für eine Publishing-Plattform „Mediengestaltung“. Ziel aller Beiträge war es, die zukunftsorientierten Kreativleistungen österreichischer Fachhochschulen Kunst- und Gestaltungsinteressierten sowie der Kreativwirtschaft bekannt zu machen und Innovationsimpulse zu setzen.

Im Rahmen der Umstellung auf das Bakkalaureat wurde eine F&E Strategie und der Studiengang neu gestaltet und weiterentwickelt.

Die Budgetplanung für F&E-Mittel erfolgt an der FH Salzburg studiengangsübergreifend. Für die studiengangsinterne Forschung sind Mittel aus Forschungsförderungsprojekten zu akquirieren. Hier sind auf Basis der nun etablierten Wissenslinien Folgeprojekte im Bereich der Designforschung anvisiert.

Kontakte zu F&E-KooperationspartnerInnen werden heute regelmäßiger und vor allem intensiver gepflegt als vor Projektbeginn.

Das Ziel des Arbeitspaketes 4 (Media Outlets, CampusRadio/CampusTV) waren der Aufbau und die Schaffung und Veröffentlichung neuer digitaler Publikationskanäle an Hochschulen sowie deren internationale Vernetzung über das digitale Open Source Medienarchiv StreamOnTheFly, das u.a. mit der Akademie der Wissenschaften in Budapest entwickelt wurde. Dies soll als Plattform zur Publikation unterschiedlichster multimedialer Inhalte dienen und Produktionen wie Präsentationen aller Art den Forschungspartner auf einer gemeinsamen ver-netzten Plattform zu Verfügung stellen. Zudem war das Ziel, die projektrelevanten Inhalte des Forschungs- und Entwicklungsprojektes in die Curricula der Hochschullehre zu integrieren.

Studiengang Digitales Fernsehen (DTV)
x-stream.at war mit dem FHplus Kooperationsprojekt „Kompetenznetzwerk Mediengestaltung“ im Studiengang Digitales Fernsehen Forschungspionier – x-stream.at war das erste Forschungsprojekt des Studienganges Digitales Fernsehen überhaupt. Dadurch hat sich der Stellenwert und auch das Bewusstsein für Forschung und Entwicklung und deren Relevanz deutlich im Studiengang Digitales Fernsehen erhöht.

Auch war x-stream.at Initiator bzw. Impulsgeber für weitere Forschungsprojekte und Forschungsideen im Studiengang, da eine digitale multimediale Live-Broadcast-Station facettenreiche wie vielfältige Forschungsmöglichkeiten und -themen bietet – angefangen von Medientechnologie, Medienproduktion, Me-dienwirtschaft, Medienrecht bis hin zu Mediengestaltung und Raum- wie Ar-beitsästhetik für Medienschaffende – das Bewusstsein hierfür wurde erhöht und inzwischen wird in ausgewählten medienrelevanten Kern-Bereichen geforscht.

Zudem ist es durch die Themenvielfalt und die dafür benötigten Kernkompeten-zen möglich, viele unterschiedliche Fachbereiche und Studiengänge zu integrieren und mit ihnen gemeinsam für ein großes Projekt zu unterschiedlichsten Themen und Ansätzen zu forschen. Auch das Bewusstsein hiefür wurde erhöht und inzwischen werden neben Forschungsinhalten von x-stream.at auch For-schungsinhalte anderer Projekte in die Hochschullehre integriert. Des Weiteren wurde eine Forschungsstrategie im Studiengang Digitales Fernsehen entwickelt, die sich kontinuierlich im Ausbau und der Weiterentwicklung befindet. Ziel des Studienganges DTV ist, in seinen 3 Kernbereichen – Medientechnologie, Medienproduktion und Medienökonomie/-recht  eine je adäquate Forschung zu etablieren.

Auch eine F&E-Budget-Planung wurde im Studiengang DTV etabliert und es gibt kontinuierliche Engagements zum Ausbau der Budgets – was stets auch im Zusammenhang mit von der Fachhochschule Salzburg bereit gestellten F&E-Budgets je Studiengang und/ oder Forschungsthemen steht. Zu Zeiten des Auf-baus von x-stream.at gab es noch keine entwickelte F&E-Struktur im Studiengang DTV, weiters waren keine  F&E-Budgets vorhanden, gleiches gilt für die gesamte F&E-Infrastruktur, da der Studiengang DTV selbst sich gerade erst im Aufbau befand.

Die Forschungsaktivitäten und Forschungsleistungen von x-stream.at wurden von dem Personal – bestehend aus einer Projektleiterin vom Studiengang DTV und studentischen Mitarbeitern aus den Studiengängen DTV, ITS, MMA und DPM für das „Kompetenznetzwerk Mediengestaltung“ fast ausschließlich in Form von unentgeltlichem wie außerordentlichem Zusatzengagement erbracht. Bezüglich der Kontaktpflege zu F&E-Kooperationspartnern kann eine deutliche Verbesserung festgestellt werden. Zum einen hat der Studiengang Digitales Fernsehen inzwischen ein großes wie potentes Netzwerk an F&E-Kooperationspartnern aus der Wirtschaft und auch aus Hochschulen, zum an-deren werden die Kontakte intensiv gepflegt und ausgebaut.

Insgesamt war das Forschungsprojekt „Kompetenznetzwerk Mediengestaltung“ für den Studiengang DTV hinsichtlich der inhaltlichen Fragestellung und For-schungsinhalte von hoher Relevanz und Angemessenheit, gleiches gilt für Punkte wie eine Erhöhung der Aufmerksamkeit für Forschung im Studiengang, die Weiterentwicklung der F&E-Struktur, die Etablierung eines F&E-Budgets, den Aufbau einer personellen F&E-Infrastruktur sowie eine deutlich erhöhte An-zahl an Kooperationspartnern und eine gute Kontaktpflege zu diesen. Das Pro-jekt war für den Studiengang DTV ein wesentlicher und wichtiger Impuls und Beitrag zu den heute vorhanden F&E-Strukturen, -Budgets und personellen Res-sourcen.
Folgende Aktivitäten wären ohne das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung in diesem Studiengang nicht möglich gewesen:

l Konzeption, Analyse und Entwicklung eines kosten optimierten professionellen Gesamtkonzeptes [technisches, inhaltliches, gestalterisches, rechtliches] zum Aufbau einer digitalen multimedialen Live-Broadcast-Station mit Portal und digitalem Redaktionssystem für Online, Radio und TV -  
l Zielgruppenanalyse
l Umsetzung des Konzeptes und Inbetriebnahme der Publikationskanäle: Portal, Radio und TV an der Fachhochschule Salzburg durch Launch Portal x-stream.at und Start Live On Air Sende Betrieb mit Vollprogramm von radio.x-stream.at und tv.x-stream.at   – unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Zielgruppenanalyse.
Konzeption und Produktion von Medieninhalten – Online, Radio, TV
l Entwicklung und Inbetriebnahme eines SOTF-Node an der Fachhochschule Salzburg und Vernetzung mit den SOTF-Nodes  der Forschungspartner
l Entwicklung und Inbetriebnahme einer Cutting-Station
l Entwicklung und Umsetzung einer Weboberfläche
l Konzeption, Produktion und kontinuierliche Distribution von Medieninhalten an das SOTF-Archiv
l Entwicklung und Analyse eines pädagogisch-didaktischen Prozesses sowie eines Personalprozesses zur Integration der Forschungs- und Entwicklungsin-halte in die Curricula der Hochschullehre – fach- wie studien-gangsübergreifend

Fachhochschule Joanneum
Generell hat das Forschungsprojekt Kompetenznetzwerk Mediengestaltung ein interessantes Szenario für die nachhaltige F&E-Zusammenarbeit mit anderen österreichischen Fachhochschulen etabliert – besonders im Falle von Fachhoch-schulen mit Designkompetenzen. Im Detail hat es sehr geholfen, gemeinsame Interessenslagen und Kooperationsfelder zu definieren und erfolgreich zu erpro-ben.

Der Stellenwert bzw. die Aufmerksamkeit von F&E an der Fachhochschule Joan-neum hat sich besonders was die Kooperationen mit anderen österreichischen Fachhochschulen betrifft, bedeutend erhöht. Der F&E Bereich am Zentrum für Multimediales Lernen ist bereits seit seiner Einrichtung recht gut etabliert. Es verfügt über eine eigene Kostenstelle, eigenes personal und eigene finanzielle Ressourcen. Das jährliche F&E-Budget beträgt etwa € 750.000,-.

Was die Kontakte zu F&E-KooperationspartnerInnen betrifft, werden heute Kontakte wesentlich regelmäßiger gepflegt. Im speziellen Fall des Projekts Kompetenznetzwerk Mediengestaltung haben sich für unseren F&E-Bereich neue Kontakte ergeben, die zu verschiedenen Kooperation mit Partnern aus dem Projekt geführt haben. Die wichtigsten: Gemeinsame Ausstellungsaktivitä-ten im Museum für Angewandte Kunst, im Mai 2006, Kongress in Maribor im November 2006, Einbindung von Partnern aus dem Kompetenznetzwerk in un-sere Lehre seit WS 2005/06. Das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung etab-lierte dies bezüglich große Nachhaltigkeit an der Fachhochschule Joanneum.


HUMANRESSOURCEN


Der Ausbau der Humanressourcen (Personaleinsatz), also die Anstellung von Forschungspersonal an den Fachhochschulen, führte zu einem Ausbau des Mit-telbaus und Gegensteuerung zu grundsätzlichem Mangel an FH-Forschungspersonal, insbesondere während der Laufzeit von Forschungspro-jekten.

Fachhochschule Vorarlberg
Der Aufbau von F&E Personal an der Fachhochschule Vorarlberg im Bereich Mediengestaltung gestaltete sich schwierig. Obwohl insgesamt drei neue, teil-bare Planstellen geschaffen worden waren, konnten diese nie vollständig besetzt werden. Eine hohe Mitarbeiterfluktuation ergab sich aus dem Mangel von Kandidaten, die auch wissenschaftlich tätig sein wollen bzw. aufgrund der erst im Aufbau befindlichen Forschungskultur an der einzigen, noch sehr jungen akademischen Einrichtung des Landes Vorarlberg. Einige Mitarbeiter schlugen schon zur Projektlaufzeit selbständige Wege als Mediengestalter ein. Zwei Kan-didatinnen für die Projektleitung konnten aufgrund von differierenden Gehalts-vorstellungen nicht für das Projekt gewonnen werden; insofern war das Bemü-hen für eine ausgewogene Geschlechterverteilung im Projektteam nicht erfolg-reich.
Fachhochschule St. Pölten
Aufgrund des Kompetenznetzwerks Mediengestaltung wurde das F&E-Personal an der Fachhochschule St. Pölten aufgestockt und konnte für weitere einschlägi-ge Projekte längerfristig an die FH gebunden werden.

Verknüpfung von Forschung und Lehre: Teile der Arbeitspakete wurden im Rahmen der 'fächerübergreifenden Projektarbeit' von Studierenden bearbeitet. Diese Projektarbeit steht in engem Zusammenhang zu fachspezifischen Lehrver-anstaltungen und ist deshalb bestens geeignet, Theorie und Praxis zu verbinden. Teile des Kompetenznetzwerks Mediengestaltung sind daher einerseits direkt in die Lehre eingeflossen und wurden andererseits studiengangsübergreifend bearbeitet. Studierende wurden zeitweise als ProjektassistentInnen eingebunden, ein Student absolvierte sein Berufspraktikum bei einem kooperierenden Wirtschaftspartner.

Fachhochschule Salzburg
Der Studiengang MultiMediaArt verfügt nach dem Projekt nicht über mehr F&E-Personal; dieses wurde von der Geschäftsführung der FH Salzburg nur für die Durchführung des FHplus-Projektes genehmigt. Mit Projektende gibt es wie zu Beginn weder eine F&E-Beauftragte noch wissenschaftliche MitarbeiterInnen, es sei denn, es gelingt neue Forschungsförderungen zu akquirieren. Aus dem Studiengangsbudget kann kein Forschungspersonal finanziert werden. Die Forschungstätigkeit am Studiengang MultiMediaArt beschränkt sich damit auf das Engagement einzelner LektorInnen zur Mitarbeit an Forschungsprojekten anderer Studiengänge bzw. auf die Ausarbeitung von neuen Forschungsförderungsansuchen.
Der Beitrag des Vorhabens zur Intensivierung der Verknüpfung von Forschung und Lehre war sehr fruchtbar: Es wurde unter anderem die Publikation „Reduktion | Interaktion | Bewegtbild“ entwickelt, die Studierenden der Mediengestaltung als Lehrbuch dient. In alle F&E-Aktivitäten waren Studierende involviert und haben davon für ihre Ausbildung profitiert.
Diplomarbeiten und Praktika wurden bei den kooperierenden WirtschaftspartnerInnen des Netzwerkes nicht durchgeführt; der Studiengang MultiMediaArt kann aber auf eine intensive Zusammenarbeit mit anderen sehr erfolgreichen internationalen Wirtschaftsunternehmen bzgl. Praktika und Diplomarbeiten verweisen. Ein Beitrag zur Verbesserung der Chancengleichheit war die Mitarbeit im Forschungsprojekt selbst: vier Forscherinnen konnten sich erfolgreich in der Männerdomäne Forschung etablieren.

Der Studiengang DTV verfügt über deutlich mehr F&E-Personal als zum Start der Forschungsaktivitäten von x-stream.at im Kompetenznetzwerk Mediengestaltung. Zu dem Zeitpunkt, zu dem DTV mit dem F&E-Projekt x-stream.at Vertragspartner des Kompetenznetzwerkes Medien-gestaltung wurde, gab es keinerlei F&E-Personal oder F&E-Budgets im Studien-gang DTV. Dies hat sich seit dem Engagement von x-stream.at verbessert - in-zwischen gibt es z.B. einen verantwortlichen Forschungsleiter im DTV-Team, ei-nen weiteren Lehrenden, der verantwortlich in die Forschungsaktivitäten von DTV integriert ist sowie Forschungsassistenten und studentische Mitarbeiter, die in die Forschungsprojekte integriert sind. Zudem wurde durch die F&E-Aktivitäten von x-stream.at ein Pool an Human Ressources für F&E initiiert und motiviert, der sich für die F&E-Aktivitäten von DTV und auch anteilig für die FH Salzburg ohne finanzielle Entlohnung oder Kompensationen anderer Art enga-giert - ein weiterer Ausbau des Budgets für personelle Ressourcen und deren geleisteten Forschungsarbeiten ist wünschenswert.

Betreffend die Intensivierung der Verknüpfung von Forschung und Lehre hat x-stream.at im Verbund mit dem Kompetenznetzwerk Mediengestaltung einen e-benfalls entscheidenden Beitrag geleistet. Für die Konzeption, Analyse, den Aufbau, die Inbetriebnahme und die Vernetzung von x-stream.at mit seinen For-schungspartnern, waren und sind weiterhin in der Betriebsphase und Fortent-wicklung des Projektes vier Studiengänge integriert, die in unterschiedlichen studentischen Arbeitsgruppen projektrelevante Forschungsthemen behandeln – diese Inhalte wurden in die Lehre der jeweils adäquaten Fachbereiche und Fä-cher der  Studiengänge integriert  und werden anschließend in dafür gebildeten studentischen Kernkompetenzteams und Arbeitsgruppen weiterentwickelt und ausgearbeitet.

Bei folgenden Studiengängen sind seit Beginn des F&E-Projekts die  For-schungs- und Entwicklungsinhalte von x-stream.at in die Lehre integriert:
Digitales Fernsehen, Informationstechnik & System-Management, Multi Media Art und Design- & Produktmanagement. In diesen vier Studiengängen wurden je erforderlicher Kernkompetenz die Forschungsinhalte spezifisch definiert und ausgerichtet in die dazu adäquaten Fächer und Fachbereiche integriert. Den Hauptanteil für das Gelingen des Projektes haben studentische Kernkompe-tenzteams und Arbeitsgruppen aus diesen Studiengängen erbracht, die intensiv in den Prozess eingebunden waren und weiterhin sind. Hier sei angemerkt, dass die Studierenden aller eingebundenen Studiengänge ausgezeichnet arbeiten und es nur durch ihre Kernkompetenzen und ihr außerordentliches Engagement möglich war, das F&E-Konzept erfolgreich wie professionell um zu setzen und aus zu bauen. Neben der curricularen Integration der F&E-Inhalte in die entspre-chenden Fächer und Projektgruppen der Studiengänge, gibt es inzwischen auch studentische Mitarbeiter, die zu unterschiedlichen Stundenkontingenten im Stu-diengang DTV für F&E-Aktivitäten angestellt und in die je relevanten F&E-Projekte eingebunden sind. Durch die Mitarbeit der Studierenden, die in der Lehre und in zusätzlichen Arbeitsgruppen an einem „realen“ Projekt, angefan-gen von der Konzeption, Analyse, Entwicklung über den Aufbau einer Medien-station bis hin zur Aufrechterhaltung der Betriebsphase integriert waren und sind, hat sich die Motivation Studierender sowie auch die Lernkurve deutlich er-höht – zudem erhöht dies das Verständnis Studierender für Lerninhalte und de-ren Komplexität und Zusammenhänge.

Dies gilt auch für die produktionstechnischen wie redaktionellen Arbeitsabläufe im Sendebetrieb, hier können Studierenden z.B. in Kursen des Journalismus und der Medienproduktion erlernte Fertigkeiten und Fähigkeiten gleich im „Hands on Training“ umsetzen und üben. Dies hat neben einer erhöhten Motivation zudem zu einer besseren Qualität der Medienproduktionen sowie auch zu einem besseren Zeitmanagement der Studierenden geführt, da diese wissen, dass in der Lehre vermittelte Inhalte und erarbeite Konzepte z.B. für Medienproduktionen zu einem definierten Zeitpunkt gesendet werden und von Rezipienten geschaut und/ oder gehört werden. Die praxis- wie wirtschaftsnahe Ausbildung unter Berücksichtigung forschungs- wie entwicklungsrelevanter Inhalte stärkt die Studierenden zudem für den Berufsmarkt.

x-stream.at bietet seit seiner Konzeptions- und Entwicklungsphase zudem konti-nuierlich berufsorientierte Praktika und dazu begleitende wirtschaftsaktuelle Themen für Diplomarbeiten an, was jedes Jahr von Studierenden wahrgenom-men und umgesetzt wird. In anderen Forschungsprojekten von DTV sind Stu-dierende inzwischen des Weiteren bei kooperierenden Wirtschaftspartnern als PraktikantInnen angestellt und schreiben dort auf die Themen bezogen ihre Diplomarbeiten.

Die Impulse, die das FHplus Kooperationsprojekt „Kompetenznetzwerk Me-diengestaltung – Synergien in der Hochschullehre und Forschung und Entwick-lung“ für die Integration von F&E-Inhalten in die Hochschullehre gegeben hat, und die daraus resultierende Integration studentischer Mitarbeiter aus unter-schiedlichen Studiengängen in das F&E-Projekt, waren für die Fachhochschule Salzburg, den Studiengang Digitales Fernsehen und das Projekt von x-stream.at sehr gewinnbringend.

Fachhochschule Joanneum
Im letzten Projekthalbjahr wurden durch Projektaktivitäten, die im Zusammen-hang mit dem Kompetenznetzwerk stehen, 2 Personen zusätzlich in den F&E-Bereich des Studiengangs integriert (aktuell: 10 Personen, die der Kostenstelle F&E zugeordnet sind). Diese beiden Personen arbeiten im Bereich „Projektent-wicklung CollegeMedia“. Sie sind zwar nicht vom Kompetenznetzwerk direkt fi-nanziert (was unter anderem auch bei dem hohen Eigenmittelanteilen des Pro-jekts gar nicht möglich ist) haben aber von den Aktivitäten, Erkenntnissen und Ergebnissen, die im Zuge der Projekts angefallen sind, profitieren können. Wie nachhaltig diese personelle Aufstockung sein wird, ist noch offen. Die diesbe-züglichen befristeten Dienstverhältnisse laufen mit Jänner 2007 aus. An der Ent-wicklung von Finanzierungsszenarien wird gearbeitet.

Die Forschungsaktivitäten am TZ für Informationsdesign haben besonders durch die CollegeMedia-Aktivitäten des Projekts einen inhaltlichen Impuls bekommen. Dies durch die Themen: Mediadesign und Streaming Media. Die eher technolo-gischen Kompetenzen des Transferbereichs sind so um Gestaltungskompeten-zen erweitert worden. Und stehen nun in einem engeren Austausch mit der Lehre. So wurde auch Forschungspersonal des Transferbereichs in die Lehre eingebunden.

Studierende sind laufend in F&E Projekte eingebunden, ebenso Diplomanden und Absolventen.

Im speziellen Fall der Kompetenznetzwerk-Aktivitäten erfolgte eine intensive Einbindung der Studierenden in Projekte, die in Bezug mit den Kompetenznetz-werk-Aktivitäten gestanden sind, durch Projektarbeits-Lehrveranstaltungen im Bereich:

- Media Contents
- Multimedia Programming
- Streaming Server-Architektur
- Produktion / Koordination
- Stage Set

sowie bei den schon oben erwähnten Projekten (Ausstelllung, Kongress).

Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit gab es keine speziellen. Es existieren aber an der FH JOANNEUM verbindliche Gender-Mainstreaming Richtlinien, denen gefolgt wird.

PartnerInnenstruktur


Das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung wurde in drei konzentrischen Krei-sen organisiert: Die Fachhochschule Vorarlberg und die Fachhochschule St. Pölten waren die Projektkoordinatoren und für die Inhalte, respektive Finanzen zuständig. Sie bildeten das Controlling Board und waren Vertragspartnerinnen mit der Fördergeberin. Über bilaterale Verträge wurde der zweite Kreis der Pro-jektpartnerinnen gebildet; gemeinsam waren sie die Entwicklerplattform. Der dritte Kreis bestand aus temporären Partnern und Netzwerken, an die während der Abwicklung einzelner Phasen angedockt wurde.

Folgende Partner waren als Partner im Kompetenznetzwerk Mediengestaltung involviert:

Fachhochschulen

§ Fachhochschule VORARLBERG: Inhaltliche Koordination, Studiengang Mediengestaltung
§ Fachhochschule St. PÖLTEN: Koordination Finanzen, Studiengänge Tele-kommunikation und Medien sowie Computersimulation
§ Fachhochschule SALZBURG: Studiengänge MultiMediaArt und Digitales Fernsehen
§ Fachhochschule Joanneum: Zentrum für Mediales Lernen, Studiengang Informationsdesign

Non-Profit Organisationen

§ Nederlands Instituut voor Mediakunst
§ Zukunftszentrum Innsbruck
§ Team Teichenberg

KMUs
§ Blue Dynamics
§ Telesis  / Lovely Systems
§ via3
§ strg.at


Die Partnerstruktur des Kompetenznetzwerks Mediengestaltung ermöglichte ei-ne Verbesserung der Kooperationsfähigkeit und –intensität der beteiligten Part-ner. Dies wird insbesondere dadurch sichtbar, dass einzelne Partner auch nach dem Projekt zusammenarbeiten und diese Absicht unterstrichen haben.

Als Phänomen konnte jedoch beobachtet werden, dass einzelne Partner nur im für die Berichtslegung notwendigen Ausmaß ihre Aufgaben erledigen und an keiner weiteren Vernetzung interessiert sind. Auch wenn sich eine Vernetzung auf persönlicher Ebene, die zweifelsohne immer stattfindet, nicht rückgängig machen lässt, ist jene auf der organisatorischen Ebene offenbar auch Kalkül un-ternehmerischen Handelns, das auf einen raschen Nutzen abzielt.
Anwendungsbezogenheit

In den einzelnen Arbeitspaketen wurden Lösungen geschaffen, welche verschie-dene Zielgruppen ansprechen. Eine Abschlusspublikation „Kompetenznetzwerk Mediengestaltung 2004-2006“ hält die Ergebnisse im Detail fest.

Der Kompetenzausbau der Partner hat sichtbar zu ihrer Stärkung auf dem Markt für F&E Dienstleistungen geführt. Schon während der Projektlaufzeit kam es zu Beratungsanfragen der lokalen Wirtschaft oder von Kulturbetrieben. Diese wer-den in eigenen Projekten oder als Studentenwettbewerb abgewickelt. Auch 2007 gibt es Anfragen bei Projektpartnern, die in das Profil des Netzwerkes pas-sen und von diesen beantwortet werden. Neue Themenfelder sind dazu ge-kommen, etwa Web 2.0, Rechteabklärung, Laborgestaltung, Streaming oder e-lektronisches Marketing, welche nun kompetenter als bisher in Form von Bera-tungsleistungen angeboten werden können.

Einzelne Unternehmen haben ihren Wirkungsbereich wesentlich erweitern kön-nen. Beispielhaft sei hier der erst 2006 hinzugekommene Partner strg.at ge-nannt, welcher mit der Umsetzung des Registered Commons Service eine Refe-renz erhielt, die dazu beitrug, einen neuen Auftrag für ein Industrieunternehmen in der Schweiz zu akquirieren. Partner LovelySystems, welcher 2006 zwei Mitarbeiter der Fachhochschule Vorarlberg übernommen hat, die im Projekt involviert waren, kann ebenfalls auf ein starkes Wachstum verweisen, will dies jedoch aus firmenpolitischen Gründen nicht im Zusammenhang mit dem Kompetenznetzwerk Mediengestaltung sehen.

Besonders erfreulich gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Transcript Ver-lag, welcher die Buchpublikation "Liebesorganisation und Verabredungskulturen im Internet", welche aus der Tagung dating.21 entstanden ist, vermarkten wird.

Innovationsnetzwerke


Eine intensive Zusammenarbeit ergab sich mit zwei Organisationen: Die OCG (Österr. Computergesellschaft)  übernahm die Vertragliche Partnerschaft mit Creative Commons USA, um mit dem Kompetenznetzwerk Mediengestaltung Creative Commons Österreich umsetzen zu können. Diese Partnerschaft wurde bei einem Treffen mit dem präsidenten der OCG Ende 2006 bekräftigt und die weitere Zusammenarbeit beschlossen. Als Vorstandmitglied der creativwirtschaft austria (einem pro-aktiven Verein der WKO) haben abwechselnd die Fachhoch-schule Salzburg und die Fachhochschule Vorarlberg als Vertreter des Kompe-tenznetzwerkes Mediengestaltung  den Bildungsbereich repräsentiert. Die ge-lebte Zusammenarbeit in einem Leistungsnetzwerk wie dem Kompetenznetz-werk Mediengestaltung war mit ausschlaggebend, dass der Projektleiter Roland Alton-Scheidl angefragt worden, den Vorsitz zu übernehmen, zu welchem er nun mit zwei weiteren Personen Ende 2006 gewählt worden ist.
Qualitäts- und Innovationssprung

Das Netzwerkprojekt hat tragfähige Strukturen weniger im Sinne  eines Aufbaus von Infrastruktur, sondern in der Etablierung einer Kultur der Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen untereinander und mit Unternehmen der Kreativwirt-schaft. Wir haben Chancen und Grenzen kennengelernt und nehmen vor allem ein Netz persönlicher Beziehungen mit, das tragfähig ist, um weitere For-schungsprojekte abzuwickeln.

Die  F&E Kompetenz konnte allerorts gesteigert werden, auch wenn die Ar-beitsweisen sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Eine Kultur des wissenschaftli-chen Arbeitens und Forschens wurde erfahrbar gemacht, nicht nur für die un-mittelbar Beteiligten im Kompetenznetzwerk, sondern auch für KollegInnen und Studierende. Dieser Schritt zur Etablierung einer Wissenschaftskultur an Fach-hochschulen darf auf jeden Fall als gelungen betrachtet werden.
Resümee und Ausblick

Dir Förderstelle FFG hat im Juni 2005 zur Halbzeit das Kompetenznetzwerk Me-diengestaltung genauer unter die Lupe genommen. Wir konnten schon damals einen positiven Eindruck hinterlassen:

"Das Vorhaben hat dazu geführt, dass sich die beteiligten FHs  untereinander zum Themenbereich Mediengestaltung besser vernetzt haben,  aber auch zu ei-ner Verbesserung der Kooperation und Abstimmung  innerhalb der einzelnen FHs geführt. Dazu hat die Kommunikation im  Netzwerk - vor allem auch die in-formelle Kommunikation - maßgeblich  beigetragen. Die Wissensplattform [www.media.coop, Anm.] bietet  (erstmals) die Möglichkeit, gemeinsam syste-matisch an Theoriebildung zu  arbeiten. [...] Auf der Basis des im Vorhaben er-worbenen Wissens und  der Infrastruktur können weitere F&E-Aktivitäten durch-geführt werden.  Zudem wird den Studierenden vermehrt 'forschendes Lernen' ermöglicht."
(Zitat aus: "Ergebnis des Besuchs der Förderungsstelle." Protokoll der
FFG, 2005)

Die wichtigsten Ergebnisse sind die vier Buchpublikationen: eLearning Doku-mentation der FH Joanneum, Gestaltungshandbuch der FH Salzburg, das Buch zu den Liebesbeziehungen im Netz sowie die ausführliche Projektdokumentati-on).

Als Erfolg werten wir auch die Umsetzung und Bewerbung von Creative Com-mons Lizenzen in österreichisches Recht, wovon Ende 2006 bereits 40.000 Wer-ke Gebrauch machten (von insgesamt mehr als 100 Millionen weltweit).

Im Zuge des Experimentierens mit der Archivplattform multi.media.coop ent-stand die Serie „hintermarlberg.net“, die regelmässig auf okto.tv gesendet wor-den ist und dort Kultstatus erlangte, sodass sogar die Wiener Stadtzeitschrift Falter im Dezember 2005 darüber berichtete. Die Darstellung von Forschungs-ergebnissen rund um StreamOnTheFly führten zu Einladungen zu Konferenzen und zur Nominierung zum Stockholm Challenge Award. Und Radio x-stream der FH Salzburg erhielt eine Auszeichnung beim Multimedia Staatspreis 2005.

Last but not least wurde für die Community der Kreativschaffenden ein Service geschaffen, der die Nachweisproblematik zu beheben versucht. Registered-Commons konnte in einer Art und Weise eingerichtet werden, dass ein nachhal-tiger  Betrieb über eine public-private Partnership abgesichert ist.




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Last modified 12.03.2007 12:22